Implantataufbau
Aufbau des Zahnimplantats - Feste Verankerung mittels Implantatkörper. Abutment und Krone für den sichtbaren Bereich.
Der Einsatz eines Zahnimplantats zählt in der heutigen zahnmedizinischen Behandlung zu den häufigsten Eingriffen. Ein Unterschied zu einem echten Zahn ist mit bloßem Auge für den Laien kaum erkennbar. Auch die Stabilität dieses extrem fest und stabil sitzenden Zahnersatzes spricht für einen Implantataufbau.

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Wann wird ein Zahnimplantat eingesetzt?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Wann ist der Implantataufbau ungeeignet?
Wie ist ein Zahnimplantat aufgebaut?
Der Implantataufbau (Abutment)
Was ist der Unterschied zwischen einem ein- und zweiteiligen Implantatsystem?
Wie wird ein Zahnimplantat hergestellt?
Wie wird das Implantatabutment gefertigt?
Welche Vorteile bietet die CAD/CAM-Methode?
Aus welchen Materialien besteht ein Zahnimplantat?
Welche Vorteile bieten metallische Implantate?
Welche Vorteile bietet die Verwendung von Implantaten aus Keramik?
Forschungsprojekt 2012 - Implantatkörper nach natürlichem Vorbild
Wie läuft der Implantataufbau ab?
Wie wird die Implantat Krone befestigt?
Was ist ein Zahnimplantat?
Zahnimplantate ersetzen fehlende natürliche Zähne und werden häufig auch als künstliche Zahnwurzeln bezeichnet, denn sie sind mit einem Schraubgewinde fest im Kieferknochen verankert. Sie dienen als Pfeiler für spätere Implantat Kronen.
- Zahnimplantate - Zahnersatz für Stabilität und Ästhetik nach einem Zahnverlust
- Implantat Kosten - das kommt auf Sie zu?
Wann wird ein Zahnimplantat eingesetzt?

Ein Zahnimplantat wird eingesetzt, wenn ein oder mehrere Zähne verloren gegangen sind. Die Versorgung mit einzelnen Zahnkronen ist ebenso möglich wie ein Implantataufbau für ein vollständiges Gebiss. Sollten sehr viele Zähne fehlen, schafft auch hier die Implantologie Abhilfe. Mittels einer Suprakonstruktion werden kombinierte Implantate aus mehreren Brücken oder Kronen (Implantatbrücke) verwendet, um das Gebiss wieder zu vervollständigen.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Grundvoraussetzung für Zahnersatz in Form von Implantaten ist immer ein gesunder Kieferknochen. Sollte nur wenig Knochensubstanz vorhanden sein, ist vom Zahnarzt ein Knochenaufbau (Augmentation) durchzuführen. Dies geschieht mit der Zuführung bestimmter Stoffe in den betreffenden Knochenabschnitt. Bei zu geringer Knochensubstanz finden Implantate keinen stabilen Halt und heilen nicht korrekt ein.

Wann ist der Implantataufbau ungeeignet?

Gesundheitliche Gründe wie Stoffwechselstörungen und Diabetes, welche schlecht einzustellen sind und einen chronischen Verlauf haben, sprechen gegen eine Implantatversorgung. Auch Blut- und Nierenkrankheiten sowie Osteoporose sind eher ungünstige Voraussetzung für einen Implantataufbau. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist ebenfalls von einer Implantatbehandlung abzuraten. Die Prognose für eine erfolgreiche Implantatversorgung ist bei Missbrauch von Alkohol, Drogen und Nikotin ebenso als negativ zu betrachten. Weiterhin sind Implantate nur geeignet für Personen, die keine Einschränkungen haben, eine tägliche ausführliche und besonders umsichtige Mundhygiene durchzuführen.
Wie ist ein Zahnimplantat aufgebaut?
Ein Zahnimplantat besteht aus drei unterschiedlichen Komponenten. Dazu zählen der Implantatkörper, der Implantataufbau (Abutment) und die Implantatkrone.
Der Implantatkörper
Der Implantatkörper ist mit einem schraubenförmigen Gewinde zu vergleichen, das fest im Kieferknochen verankert wird und damit den optimalen Sitz des Zahnimplantats gewährleistet.
Der Implantataufbau (Abutment)
Der Implantataufbau (Abutment) bildet die Verbindung zwischen dem als Wurzelersatz dienenden Implantatkörper und dem später sichtbaren Zahnersatz, der Implantatkrone. Mittels computergestützter CAD/CAM Verfahren wird das Implantatabutment so gestaltet, dass die Zahnkrone einen optimalen Sitz erhält und eine bestmögliche Funktionalität des Implantats beim Kauen sichergestellt ist. Dazu wird der Implantataufbau zunächst sicher mit dem Implantatkörper verschraubt.

Die Implantatkrone
Die Implantatkrone wird mit einer Fixierungsschraube oder einem speziellen Zement auf dem Implantataufbau (Abutment) befestigt und bildet den sichtbaren Teil des Zahnimplantats. Aufgrund der hohen ästhetischen Komponente haben sich hierbei vor allem Implantatkronen aus Keramik bewährt.
Was ist der Unterschied zwischen einem ein- und zweiteiligen Implantatsystem?

Bei dem einteiligen Implantatsystem muss der Zahnarzt den Kronenaufbau für die Implantatkrone direkt im Mund beschleifen. Dies ist nicht immer unproblematisch, da durch den Bearbeitungsvorgang des Beschleifens thermische Beschädigungen am Zahnfleisch und Knochen auftreten können. Bei den zweiteiligen Systemen hingegen wird das Abutment zur Aufnahme der Implantatkrone direkt von der Zahntechnik bearbeitet.

Wie wird ein Zahnimplantat hergestellt?

Wie wird das Implantatabutment gefertigt?


- Zahnkrone: Teil- oder Vollkrone, Keramik oder Gold - Welche Zahnkrone ist der beste Zahnersatz?
Welche Vorteile bietet die CAD/CAM-Methode?
Die Lösung mit diesem CAD/CAM System von Atlantis bietet eine optimale Funktion und Ästhetik für patientenindividuelle Zahnkronen und Brücken auf Zahnimplantaten. Die individualisierten Implantatabutments sind Plattform- und Materialunabhängig sowie kompatibel mit verschiedenen Implantat Systemen wie Astra Tech, Nobel Biocare, Straumann und Biomet 3i.

Mit einer virtuellen Vorplanung eines Implantataufbaus und der späteren Umsetzung über CAD/CAM Techniken, kann später ein optimaler, anatomischer Übergang zur tragenden Implantatkrone geschaffen werden. Durch Individualisierung eines keramischen Implantatabutments lässt sich so die Voraussetzung für Entzündungsfreiheit und einen natürlichen Zahn schaffen. Um die Kaukraft über das Implantat Abutment besser auf den Knochen übertragen zu können, werden seit Kurzem Implantate mit Dämpfung für festsitzenden Zahnersatz angeboten.
- Computergestützte Herstellung (CAD/CAM) von Implantaten
Aus welchen Materialien besteht ein Zahnimplantat?
Für die Versorgung mit Implantaten stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, die sich in zwei Gruppen unterteilen. In der ersten Gruppe sind die metallischen Implantate in allen Variationen erfasst. Hierzu gehören die Materialien Edelmetall, Tantal und Titan. Die zweite Gruppe umfasst die Implantate aus Keramik. Diese sind hauptsächlich aus Aluoxid, Glaskeramik oder Hydroxylapatit zusammengesetzt. Implantat Kronen können wie bei natürlichen Zähnen aus Metallkeramik (Nichtedelmetall oder Gold) oder Vollkeramik angeboten werden. Bei voll keramischen Implantat Kronen wird meist auch der dazugehörige Kronen Aufbau aus Keramik gefertigt.

Um die richtige Entscheidung für ein bestimmtes Material zu treffen, muss sich der Zahnarzt individuell mit dem Patienten abstimmen. Der größtmögliche Tragekomfort hat beim Implantataufbau höchste Priorität.
Welche Vorteile bieten metallische Implantate?

- Titanimplantate - eine Belastung für den Organismus?
- Titanallergie - Vorzeigebeispiel für Metallunverträglichkeiten im Mundraum
Welche Vorteile bietet die Verwendung von Implantaten aus Keramik?
Keramikimplantate haben den Vorteil, dass sie biologisch sehr gut verträglich und gewebeschonend sind. Außerdem sind sie sehr bruchsicher und kommen der natürlichen Zahnfarbe sehr nahe, da sie weiß statt grau sind. Gerade im Frontzahnbereich bei sehr dünnem, beweglichem Zahnfleisch werden daher voll keramische Implantat Kronen für schöne Zähne eingesetzt. Auch sind Ablagerungen von Plaque und Zahnstein bei der Keramik-gefertigten Implantat Krone seltener zu beobachten.

- Keramikimplantate = Bio verträgliche Zahnimplantate?
Forschungsprojekt 2012 - Implantatkörper nach natürlichem Vorbild
Implantologen können vielleicht zukünftig Implantatkörper für ihre Patienten verwenden, die nach Naturvorbild maßangefertigt werden. Für das Projekt schlossen sich Forscher der Fachhochschule Osnabrück und der Uni Siegen, Marburg, RWT Aachen sowie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zusammen. Das Ziel war die Entwicklung neuartiger Materialverbunde, die natürlichen Stoffen wie Holz oder Knochen ähnlich sind.
Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Krupp aus Osnabrück erläuterte, dass die Vorteile der Zellularmaterialien schon länger bekannt sind, dennoch Implantatkörper weiterhin aus Titan hergestellt würden. Dies kann aufgrund des verhältnismäßig hohen Gewichts und der vorgegebenen Struktur zu Nachteilen bei der Knochenneubildung führen und so unphysiologischen Knochenverlust begünstigen. Neuartige Implantatkörper sollen über eine offenporige, knochenähnliche Struktur verfügen. Im Forschungsprogramm wurden in Feingießtechnik offenporige Metallschwämme hergestellt und mit biokompatiblen Reaktionsschichten versehen. Die Biokompatibilität des neuartigen Implantatkörpers auf die Knochenzellen (Organismus) wurden anschließend an Groß- und Kleintiermodellen überprüft.
Wie läuft der Implantataufbau ab?


Nachdem die Planung- und Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen sind, erfolgt der Einsatz des Implantat Körpers. Hier muss der Implantologe eine spezielle Bohrung im Kiefer vornehmen, bei der der Patient lokal betäubt werden sollte. Ein entsprechender Bohrer schafft eine perfekt passende Vertiefung für den Körper des Implantats, der in die frei gebohrte Stelle eingesetzt wird. Nun schließt sich eine Wartezeit von mehreren Monaten an, in der der Implantatkörper fest mit dem Kieferknochen verwachsen muss. Je nach Kieferknochenbeschaffenheit kann dies zwischen drei und sechs Monaten dauern. Nach erfolgreicher Einheilung in den Kiefer wird zum Schluss die Implantat Krone auf den Aufbau aufgesetzt.
Wie wird die Implantat Krone befestigt?
Ob man nun die Implantat Krone auf dem Implantatabutment zementieren oder verschrauben soll, wird in der klinischen Praxis kontrovers diskutiert. Im Praxisalltag hat sich mittlerweile die Zementierung der Implantat Krone durchgesetzt. Aufwendige okklusale oder gar transversale Verschraubungen durch die Implantat Krone hindurch werden immer seltener durchgeführt, weil die Integrität der Implantat Krone durch zusätzliche Perforationen gestört wird und die Implantatkrone großvolumiger gestaltet werden muss. Mit der Herstellung von individualisierten Abutments kann die zementierte Implantat Krone optimal dem periimplantären Zahnfleischverlauf angepasst werden.

Entscheidend für eine periimplantäre Entzündungsfreiheit an der Implantatkrone und den Knochenerhalt am Dental Implant ist die Dichtheit des Implantat Aufbaus mit der dazugehörigen Fixtur sowie die Entfernung der Zementreste nach Eingliederung. Belassene Zementreste an der Implantat Krone können langfristig zu Entzündungreaktionen am marginalen Knochen führen.
Wie muss ein Zahnimplantat gepflegt werden?

- Implantatpflege - Initiative für langfristigen Implantat Erhalt
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Die Haltbarkeit von Implantat Aufbauten ist im Wesentlichen abhängig von der Knochensubstanz und der persönlichen Mundhygiene. Sofern das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen ist, kann eine Haltbarkeit von vielen Jahren bis zu mehreren Jahrzehnten vorausgesetzt werden. Eine durchschnittliche Haltbarkeit von über zehn Jahren gilt in der Implantologie aus Sicht der Zahnheilkunde als üblich.

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